CDs

Laute / Gesang

Ute Kreidler, Gesang, Percussion
Johannes Vogt, Theorbe

Seit 1992 konzertieren wir gemeinsam als Duo. Unsere Programme gestalten wir vorwiegend mit Liedern und Lautenmusik aus Renaissance bis Barock. Wir geben auch Konzerte mit sephardischer Musik, der leidenschaftlichen Musik der spanischen Juden.

Meine besondere Liebe gilt den italienischen und spanischen Liedern des Frühbarock, mein Lieblingskomponist ist Giulio Caccini (1545-1618). Ich versuche, die kunstvollen Verzierungen möglichst leicht und natürlich klingen zu lassen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass die emotionalen Inhalte der Liedtexte sich den Zuhörern auf unmittelbare Weise erschließen.

Es macht mir Spaß, unsere Konzerte zu moderieren und die Inhalte der Lieder kurz und unterhaltsam zu erläutern. Um die spanisch-südländischen Rhythmen hervorzuheben, habe ich vor einigen Jahren gelernt, mich auf der Rahmentrommel und dem Riqq selbst zu begleiten.



Johannes Vogt, Lauten, Theorbe studierte Gitarre und Laute an den Musikhochschulen Heidelberg-Mannheim und Aachen, sowie Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft in Heidelberg. Er konzertiert als Solist und Generalbassspieler u.a. bei "Musica Antiqua Köln", "L´arpa festante", "Musica Alta Ripa" unter Neville Marriner und in verschiedenen Ensembles. Von 1992-1999 unterrichtete er als Dozent für Laute und Generalbassspiel an der Musikhochschule Mannheim.





Konzertprogramme:

"Ardi d’amore" - Liebeslieder und Lautenmusik von G. Caccini, G. Frescobaldi, A. Piccinini, G. G. Kapsberger (Pdf download)

  "Lautenlieder aus Renaissance und Frühbarock" - span. Lieder aus dem 15.-17. Jh. (Pdf download)



CD-Veröffentlichung:

"Ardi d’amore" (2008, upala records)


Hörbeispiele

Ardi d'amore
Amor l´ali m´ìmpenna (Caccini)
Cosi, mi disprezzate (Frescobaldi)
Ti lascio, anima mia (Frescobaldi)
Vanne, o carta amorosa (Frsecobaldi)
Al fonte al prato (Caccini)
Vor partite, mio sole (Frescobaldi)
La bella man vi stringo (Caccini)
A miei pianti al fine un di (Frescobaldi)
Ardi, cor mio (Caccini)
O che felice giorno (Caccini)
Di licori un gurado altero (Frescobaldi)
A quei sospir ardenti (Caccini)
Se l´aura spira (Frescobaldi)
Non mi negate, ohime (Frescobaldi)
Tu sai pur, dolce mio (Frescobaldi)
Fillide mia (Caccini)


Pressestimmen:

Isar-Loisach-Bote, 3.2.2009

"Wolfratshausen: … Barock als innige Empfindung. Einfühlsam gestalteten Ute Kreidler und Johannes Vogt am Samstagabend einen italienischen Lieder- und Lautenabend in St. Michael…Lieder wie "A miei pianti al fine und dì" von Frescobaldi, "Amor l’ali m’impenna" und "Amarilli mia bella" von Caccini gestaltete Kreidler mit großer Einfühlsamkeit, melodischer Sinnlichkeit, sowie mit einem fast seidigen Ton, während Vogt an der Chitarrone (auch Theorbe genannt) immer wieder pointiert die Akzente setzte. Kreidlers Gesangsstimme füllte nicht nur den Kirchenraum mühelos aus. Lagenausgleich, Atemtechnik und Aussprache wurden vorbildlich eingesetzt, um die der Musik huldigenden Barocklieder so eindringlich und schmerzvoll wie auch fröhlich-koloriert zu gestalten. Kreidler führte mit ihrem klangintensiven Sopran zu frischer, sich leuchtend entfaltender Höhe und konnte jedes Wort in den Wohllaut ihrer Stimmlage einbinden, so dass auch ohne eine Italienischübersetzung deren emotionale Bedeutung spürbar wurde…Vorzüglich hingegen war die zwar dezente, aber sich "nicht versteckende" Begleitung Vogts, der sich auch solistisch als einfühlsamer Spieler empfahl. Dank der virtuosen und innigen Verbindung von Emotion, Text und Ausdruck – auf übertriebene Selbstdarstellung wurde verzichtet – erstrahlten die kunstvollen Kompositionen mit einer anspruchsvollen Harmonik. Lodernde Liebeslieder, die trotz ihres Ursprungs auch für moderne Ohren nicht befremdlich oder erstarrt klangen, sondern in ihrer wechselvollen Spannung ewig währen."



Rheinpfalz, 23.6.2004

"Von zeitloser Vollkommenheit: ...aufhorchen ließ die weittragende, farbig schillernde Stimme der Interpretin, die auch in hauchzarten Passagen nichts von ihrem Wohlklang verlor und in Höhe wie Tiefe und selbst in opernhaft dramatischen Ausbrüchen warm blieb. Zweitens ihre ausgefeilte Technik, die bewundernswerte Mühelosigkeit, mit der aufwändigste Koloraturen auf langem Atem perlend und klar artikuliert gemeistert wurden. Was sicher ebenso zählt: Die Künstlerin brachte außer sängerischer Bravour Emotionalität und ureigene Persönlichkeit mit ein. Und dies ließ die alten Pretiosen unter verkrusterter Patina aufleuchten und verliehen ihnen neuen Charme. Als verlässlicher kompetenter Partner trat Johannes Vogt an der Theorbe auf, ...Vogt gelangen auf seinem stilechten Instrument eindringlich meditative Zäsuren zwischen den in Melismen schwelgenden Gesängen..."



Rheinpfalz, 14.1.2002

"Musikalische Facetten der Liebe: ...Sehr detailliert führte Ute Kreidler in jedes der Lieder ein, übersetzte die Texte und machte den Zuhörern auf diese Weise verständlich, wovon die Liebeslieder gerade handeln. Die geschickte Einführung ließ erkennen, was die Komponisten, deren Lieder im Wechsel vorgestellt und so verglichen wurden, ausdrücken wollten. Ute Kreidler erzählte davon, wie erotische Details in Vergleiche mit Beispielen aus der Natur verpackt wurden... Das Konzert baute sich auf, wie dies eine Beziehung auch tut... Schnell merkte der Zuhörer, das die Sängerin sich in ihrer Rolle wohl fühlt, die Lieder mit Gefühl und Leidenschaft erfüllt, dabei ihre abgerundete wohlklingende Stimme voll zum Einsatz bringt..."



Rheinpfalz, 26.1.2000

"...Kreidlers feines, gepflegtes Organ scheint wie geschaffen für die teils sehnsüchtigen, teils aufbrausenden, auch mal überheblichen, oft leidvollen Texte. Immer sind es die Männer, die mit ihrem Liebesleben nicht zurecht kommen, der Schönen verzweifelt nachschauen, sie durch Tränen erweichen wollen... Die Sängerin wusste diesen vielfältigen Nuancen Ausdruck zu verleihen, sang wunderbar fließende Koloraturen, machte klar, dass Qual und Schmerzen im Frühbarock offenbar einen höheren Stellenwert hatten als so etwas Simples wie die Erfüllung..."



Rheinpfalz, 18.12.1996

"Musik geht unter die Haut: ...Die an der Musikschule Leiningerland als Gesangslehrerin tätige Sängerin agierte mit ihrer Stimme in einer unglaublichen Dynamik, Klarheit und Ausdrucksstärke, die niemand unbeteiligt ließ. Fast möchte man daran zweifeln, dass damalige Sänger(innen) überhaupt schon die Fähigkeiten hatten, eine Stimme so vielfältig zwischen höchstem Diskant und tiefstem Alt, so eindringlich kräftig und vibrierend und gleichzeitig wie gehaucht erklingen zu lassen. Ein selten schönes Timbre, durch das Ute Kreidler bei opernähnlicher Popularität dieser mittelalterlichen Gesänge mit Sicherheit in der Spitze der Szene zu finden wäre..."